Benötige ich ein Warenwirtschaftssystem (WaWi) für einen Onlineshop?

17. April 2009

Jeder Onlineshop hat andere Schwerpunkte.

Grob betrachtet, hat man zwei Grundbereiche, die man händeln muß:

  1. Den Onlineshop ( präsentieren der Waren und/oder Dienstleistungen, Warenkorbsystem für die Bestellungen )
  2. Die Warenwirtschaft (Verwaltung der Aufträge,  CRM, Buchhaltung usw. )

Die täglichen Kernaufgaben eines Shopbetreibers sind komplex. Um die ganze Prozesskette abzubilden, muß man viele Faktoren beachten. Ein passendes Warenwirtschaftssystem ist deswegen für die  täglichen Standardabläufe sehr wichtig.

Aus diesen Gründen bevorzuge ich Software, die modular (prozessorientiert) aufgebaut ist.

Die Daten werden hierbei direkt oder über Schnittstellen weitergegeben.

Durch die Trennung der einzelnen Arbeitsprozesse in einzelne Module,  ist es einfacher die jeweiligen Module zu automatisieren, Kosten zu sparen und Daten an andere Module oder  externe Dienstleister weiterzugeben.

Weiterhin ist es dadurch relativ einfach dem Kunden den Status seines Auftrages per E-Mail oder Online-Tracker  zu übermitteln.

Die wichtigsten Module der WaWi sind :

Versand : hier werden die eingegangenen Bestellungen kommissioniert, Rechnungen – Lieferscheine – Versanddokumente generiert und nach Fertigstellung wird eine entsprechende Meldungen an die nächste Abteilung übermittelt. (Versand über verschiedene Standorte oder direkt vom Lieferanten . . .)

Zahlungswesen : hier werden die eingehenden Zahlungen verwaltet und mit dem Versand abgstimmt. Je nach Firmengröße bietet sich hier eventuell eine Schnittstelle zu Datev oder anderen Modulen an.

Rückgabe und Umtausch : hier werden Reklamation, Rückgaben und der Neuversand abgewickelt.

Controlling + Reporting : hier werden aussagekräftige Statistiken generiert, um eine Übersicht über aktuelle Verkaufszahlen, Versandzeiten, Reklamationen usw. zu bekommen.

Kundenkommunikation : in diesem Bereich fließen die notwendigen Informationen über Kunden und die zugehörigen Aufträge zusammen. Die Kunden werden über ihren Bestellstatus informiert, Zahlungserinnerungen werden versand und der Support bei Kundenanfragen abgewickelt.

Mögliche Szenarien sind:

  • Webshop-Modul :  xtCommerce / Veyton
  • Warenwirtschaft :  Vario Faktura  (Windows)

oder

  • Webshop-Modul  : OXID eshop / Magento
  • Warenwirtschaft : Pixi (Windows)

oder

  • Webshop-Modul : JTL oder xtCommerce
  • Warenwirtschaft : JTL-WaWi (Windows )

Die JTL-WaWi ist Freeware und darf kostenlos genutzt werden. Das Modul für die Verbindung xtCommerce-JTl-WaWi, kann man von der Herstellerwebsite herunter laden. Sie ist ebenfalls kostenlos.

Die Shop-Software von JTL-Software sieht gut aus. Die oben genannten Module sind in einer Software zusammen gefaßt. Ich denke, die sollte man sich mal näher anschauen.

Ich werde das mal testen.

Linux-User sollen sich mal Lx-Office anschauen. Lx-Office besteht aus einem CRM-Modul und aus einem ERP-Modul.  Das ERP-Modul ist eine ausgereifte Warenwirtschafts- und Finanzbuchhaltungssoftware. Die Software unterstützt OpenOffice und es gibt einen direkten Import der Artikel in xtCommerce und osCommerce.

Mieten open-source kaufen?

16. Juli 2009


Der Online-Handel ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden.

Man munkelt von 20-30% Wachstum pro Jahr.

Für viele kleine- und mittelständische Unternehmen wird der
Internet-Handel immer wichtiger. Es ist eine Möglichkeit, um die
Zukunftsaussichten zu verbessern.

Verfügt man nicht über das notwendige Wissen, bietet sich eine
Onlineshop-Beratung an.

Ob man sich für eine Miet-Shop-, eine Open-Source-Shop- oder eine gekaufte
Onlineshop-Software entscheidet, hängt von wichtigen Faktoren ab:

  • Kann der Onlineshop angepaßt werden, um die Ware optimal zu
    präsentieren?
  • Benötigt man für Artikel mehrere Varianten (Farbe, Größe etc.)
    oder reicht die Eingabe einzelner Artikel?
  • Ist ein Warenwirtschaftssystem erforderlich?
  • Sind Schnittstellen zu weiterverarbeitenden Systemen, wie z.B. Datev notwendig?
  • Habe ich die notwendigen Kenntnisse oder benötige ich
    externe Unterstützung?
  • . . .

Tatsache ist, je anpassbarer das Shopsystem sein soll, um so mehr Arbeitszeitmuß man investieren, um damit umgehen zu können.

Erstellen Sie sich eine ausführliche Liste, mit den genauen Anforderungendie das Onlineshop-System erfüllen muß.

Eine gute Planung ist für den Erfolg eines Onlineshops der erste wichtige Schritt.

Ein kleiner Tip am Rande: man denkt für gewöhnlich, dass die Shop-Software der wichtigste Teil des Pakets “Online-Handel” ist.

In der Realität sind es aber die täglichen Arbeiten im Bereich Warenwirtschaft
die viel stärker ins Gewicht fallen. Wie gesagt, ein guter Plan vorweg …

Für den kleinen Anfang ist die Kombination:

eine guter Einstieg.

Oder man nimmt die Kombination

  • Shop-Software: JTL
  • WaWi: JTL

Der JTL-Shop ist als Miet- oder Kauf-Lösung möglich.

Wobei nur die Shop-Software etwas kostet. Die Warenwirtschaft JTL-WaWi ist Freeware und somit kostenlos.

Ist man über den “Einstieg” hinaus und will richtig loslegen, dann sollte man sich unbedingt den Onlineshop Magento anschauen.
Magento ist Open Source Software. Der Shop ist sehr flexibel und anpassbar. Der Haken an dieser Flexibilität ist die erhöhte Einarbeitungszeit und der erhöhte Programmieraufwand.
Auch die Anforderungen an die Hardware ist größer, im Vergleich z.B. zu xtCommerce.
Zusammenfassend kann man sagen: Um einen Magento-Shop sinnvoll zu betreiben sind Kenntnisse im Bereich Linux, MySQL, PuTTY, PHP und Entwicklungs-Frameworks sehr hilfreich.

Onlineshop? Nein danke!

26. Juni 2009

Lohnt sich ein Onlineshop oder sollte man lieber die Finger davon lassen?

Es gibt etliche Gründe dafür und dagegen.

Aus meiner Sicht ist es wie mit anderen Projekten auch. Bereitet man sich gründlich vor,  kann man relativ leicht abschätzen, ob man bei dem “Nein danke!” der Überschrift bleibt oder ob man das Projekt Onlineshop startet.

In meinem Artikel Shoppen im Internet , habe ich den Start eines Onlineshop-Projekts etwas locker und leicht dargestellt.

Es stimmt auch, wenn man:

  1. ausreichend Kenntnisse besitzt
  2. das notwendige Grundkapital hat
  3. ein wenig Zeit und Geduld aufbringt

Überstürzt ein solches Projekt zu starten ist keine gute Idee. Stimmt aber der Plan und hat man die Punkte AGBs, SEO, Programmierung usw. durchdacht und bedacht, dann hat man die notwendigen Informationen um eine Entscheidung treffen zu können.
Einen kurzen Einblick in die Verwaltungsaufgaben eines Onlineshop-Projekts und einige Beispiele habe ich in meinem Artikel “Benötige ich ein Warenwirtschaftssystem für einen Onlineshop” kurz dargestellt.
Ich denke, der Internet-Handel ist eine interessante Möglichkeit und Chance, wenn man nicht zu leichtfertig an die Sache herangeht.

Vertragsabschluß im Internet

18. April 2009

Auch im Internet sind die Grundlagen des BGB weitgehend gültig.

Im Prinzip ist es ähnlich wie im Laden um die Ecke.

Stellt ein Verkäufer Waren in seinem Schaufenster aus, ist er nicht verpflichtet Ihnen diese Waren zu verkaufen.

Im Internet ist es genau so. Hier ist die Präsentation der Waren im Webshop das “Schaufenster”.

Das Angebot geht vom Käufer aus.

Der Käufer bietet mit seiner Bestellung dem Verkäufe den Kaufvertrag an. Der Verkäufer kann ihn annehmen oder nicht. Diese Regelung dient dem Schutz des Verkäufers. Zum einen könnte die bestellte Menge die Kapazität des Verkäufers übersteigen und zum anderen ist dem Verkäufer so die Möglichkeit gegeben, die Zahlungsfähigkeit des potentiellen Kunden zu prüfen.

Laut §312e BGB ist der Verkäufer in Europa verpflichtet, dem Käufer den Erhalt der Bestellung auf elektronischem Wege unverzüglich zu bestätigen.

Nach meiner Erfahrung verstehen Kunden diese Empfangsbestätigung oft als Bestellbestätigung. Ich empfehle deshalb hier ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass dies keine Auftragsbestätigung ist und das die Auftragsbestätigung gesondert zugestellt wird.

Für den Käufer gibt es natürlich auch Prüfungsmöglichkeiten. Beim Kauf von Waren oder Dienstleistungen Im Internet handelt es sich um einen Fernabsatzvertrag, der besonderen Regeln unterliegt. Hier gilt z.B. das Wiederrufsrecht nach §355 BGB. In der Regel sind es 14 Tage, vorausgesetzt die Belehrung diesbezüglich war korrekt. Der Wiederruf muss keine Begründung enthalten.

Bitte beachten! Bei Bestellungen zu gewerblichen Zwecken gibt es kein Wiederrufsrecht.

Für einige spezielle Fälle ist das Wiederrufsrecht ebenso unwirksam, wie z.B. Lebensmittel, Getränke etc., CDs usw. sofern sie entsiegelt wurden . . . genaueres im BGB §§ 312.

to be continued . . .

Allgemeine Gedanken!

15. April 2009

Shoppen im Internet wird immer beliebter. Nirgendwo sonst kann man so gut und so schnell Preise vergleichen.

Hinzu kommt noch ein bischen Bequemlichkeit, vielleicht ein kurzer Gedanke an die aktuellen Benzinpreise und … ach ja, heute ist ja Sonntag, also lass uns mal im Internet shoppen.

Die großen Versandhäuser wie Baur, Neckermann, Otto, Amazon usw. haben den neuen Trend schon erkannt. Aber auch kleine Firmen können von den neuen Kaufgewohnheiten der Verbraucher profitieren.

Für den Anfang sollte man vielleicht einen kleinen Einsteiger-Onlineshop verwenden, um erst einmal ein wenig in die Welt des E-Commerce hinein zu schnuppern.

Besitzt man die nötigen Kenntnisse, bietet sich hier ein Open Source Shop an, wie z.B. xtCommerce oder Oxid-esales. Ansonsten ist eine Mietshop-Lösung keine schlechte Idee.

Wenn man etwas weiter fortgeschritten ist und/oder etwas mehr Kleingeld zur Verfügung hat, ist eine individuelle Lösung natürlich optimal.

Aber immer daran denken, je flexibler die Shop-Software sein soll, desto aufwendiger die Einarbeitung.